Zum sechsten Mal fand in Oldenburg die Wissenschaftsveranstaltung „Hirn vom Hahn“ statt. Das von den Hochschulen und Forschungseinrichtungen der Stadt gemeinsam organisierte Format bringt aktuelle Forschungsthemen für einen Abend in die Bars und Kneipen der Oldenburger Innenstadt. Die Windenergieforschung war auch in diesem Jahr wieder mit einem Beitrag aus dem Reallabor in der Wallstraße vertreten.
Martin Dörenkämper vom Fraunhofer-Institut für Windenergiesysteme IWES stellte unter dem Titel „Gute Nachbarn teilen den Wind – Europäische Lösungen für die Offshore-Wind-Zukunft“ aktuelle Arbeiten aus dem Innovationsbereich II „Nachhaltige maritime Raumplanung und -nutzung der Deutschen Bucht“ des Reallabors vor.
Im Mittelpunkt standen Szenarien und Modelle für eine stärkere europäische Zusammenarbeit beim Ausbau der Offshore-Windenergie. Dabei ging es insbesondere um die Frage, wie Offshore-Windparks über nationale Grenzen hinweg besser geplant und aufeinander abgestimmt werden können. Solche Ansätze können dazu beitragen, verfügbare Flächen und Windressourcen effizienter zu nutzen und zugleich die Wechselwirkungen zwischen benachbarten Windparks stärker in die Planung einzubeziehen.
Im Anschluss an den Vortrag nutzte das Publikum die Gelegenheit zu einer ausführlichen Diskussion und stellte zahlreiche Fragen zu den vorgestellten Forschungsansätzen und zur zukünftigen Entwicklung der Offshore-Windenergie in Europa.