Wie beeinflusst die Offshore-Windkraft die Meeresumwelt, und wie lässt sich ihr geplanter Ausbau möglichst nachhaltig gestalten? Diese Fragen standen im Mittelpunkt eines parlamentarischen Frühstücks der Deutschen Allianz Meeresforschung (DAM), der DAM-Forschungsmission sustainMare und des Bundesministeriums für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR) am 22. April 2026 im Jakob-Kaiser-Haus des Deutschen Bundestages in Berlin. Über 30 Gäste aus Politik, Wirtschaft, Stiftungen und Wissenschaft diskutierten auf wissenschaftlicher Grundlage über den Ausbau der Offshore-Windkraft in Nord- und Ostsee.

Den wissenschaftlichen Impuls setzten Prof. Dr. Corinna Schrum, Dr. Ute Daewel und Dr. Andreas Kannen vom Helmholtz-Zentrum Hereon mit Ergebnissen aus der Forschungsmission sustainMare. Ihre Kernbotschaft: Der Ausbau verändert die Meeresumwelt deutlich, ist zugleich aber ein zentraler Baustein für Energiesicherheit, Klimaneutralität sowie technologische Entwicklung und Beschäftigung. Entscheidend sei, Natur, Meeresraum und Energiepolitik zusammenzudenken statt getrennt nach Sektoren. Die Handlungsoptionen haben DAM und sustainMare in sieben Impulsen für eine wissenschaftsbasierte Meerespolitik zusammengefasst.

Andreas Kannen, einer der Sprecher der Forschungsmission sustainMare, ist auch als Forscher im Reallabor 70 GW Offshore Wind tätig. Ebenfalls vor Ort war Reallabor-Sprecher Prof. Dr. Torsten Schlurmann, der dem Vorstand der DAM angehört.

Die DAM hat ein Impulspapier für die Gestaltung einer wissenschaftsbasierten Meerespolitik zu diesem Anlass veröffentlicht. Es kann hier heruntergeladen werden: WINDKRAFT AUF SEE: DIE NEUE HERAUSFORDERUNG FÜR DEN LEBENSRAUM MEER

Foto: DAM/Deutsche Allianz Meeresforschung