Den Auftakt bildete eine Einführung in das Reallabor sowie eine Vorstellung aller fünf Innovationsbereiche durch Vertreterinnen und Vertreter der beteiligten Forschungseinrichtungen. Dabei wurden unter anderem die Beiträge zu wissenschaftlichen Konferenzen der letzten Monate dargestellt und die ersten Erkenntnisse aus den umfangreichen und einzigartigen Messkampagnen präsentiert.
Im Anschluss beleuchteten drei Keynote-Vorträge gesellschaftliche, planerische und technologische Perspektiven: Jan Teuwsen (Amprion) gab Einblicke in die nächsten Schritte der Offshore-Planung aus grenzüberschreitender Sicht, Kai Herklotz vom Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie sprach über den Einfluss menschlicher Aktivitäten auf die marine Umwelt, und Alejandro Gonzalez von Siemens Gamesa Renewable Energy stellte Herausforderungen in der Aerodynamik und Aeroelastizität moderner Turbinen vor.
In drei parallelen Breakout-Sessions vertieften die Teilnehmenden die Diskussion zu den Themenfeldern maritime Raumplanung und Netzentwicklung, marine Umweltauswirkungen der Offshore-Windenergie sowie Entwicklungen in der Turbinentechnologie. Eine abschließende Plenumsdiskussion bündelte die zentralen Ergebnisse und Perspektiven aus den Arbeitsgruppen.
Der Workshop ist Teil des transdisziplinären Ansatzes des Reallabors, das Forschung und Praxis im Dialog mit gesellschaftlichen Akteuren gestaltet. Stakeholder-Workshops erfüllen in einem Reallabor dabei eine doppelte Funktion: Sie dienen nicht nur dem Transfer von Forschungsergebnissen in die Praxis, sondern sind zugleich zentrale Elemente des Co-Designs und der Co-Evaluation – also jener Prozesse, durch die Praxiswissen in die Forschung einfließt und gemeinsam mit den beteiligten Akteuren bewertet wird, wie bestimmte Forschungsfragen weiterentwickelt werden sollten.